Leidenschaft statt leistungszwang

Wir lernen nicht für‘s Leben, wir lernen für die Wirtschaft. (Seneca)

In unserer Leistungsgesellschaft verkommt Bildung immer mehr zum schlichten Einhämmern von Lernstoff. Schule, Ausbildung und Universität werden von Pisa-Studien und Leistungsdruck bestimmt. Schon im Kindergarten sollen wir am besten drei Sprachen lernen. Das Bildungssystem hat sich den Anforderungen des Arbeitsmarktes untergeordnet.

Mündige Menschen machen Gesellschaft!

Wir wollen eine Neudefinition des Bildungsbegriffs im 21. Jahrhundert. Anstatt Heranwachsenden vorzugeben, was und wie sie zu denken haben, sollten sie lernen, ihren eigenen Verstand zu gebrauchen. Wir wollen kritische und mündige Menschen erziehen, welche die Gesellschaft ihren Fähigkeiten entsprechend mitgestalten. Doch dafür braucht es eine Loslösung vom Leistungsprinzip und somit auch von der Bewertung und Unterteilung in Notenschritten. Wer wirklich für das Leben lernen will, braucht Motivation und Neugierde statt Druck und Verdruss.
Viele LehrerInnen berichten, dass sie ihren Unterrichtsstoff gerne intensivieren oder mit spannenden Workshops anreichern würden; ihnen fehlt aber schlicht die Zeit, da die Lehrpläne des Kultusministeriums einen streng getakteten Schulalltag diktieren. Die Verquickung von Kultusministerium und Wirtschaft ist dabei kein Geheimnis. Nur deshalb wurden Schule und Universität zum G8 und Bachelor-Master-System komprimiert.

Immer wenn mir langweilig ist, denke ich: „Hey, und jetzt ‘ne Integralrechnung!“

Wie lässt sich bereits nach der vierten Klasse entscheiden, wer einmal Ärztin und wer Altenpfleger wird? Das Aufteilen nach der vierten Klasse begünstigt Kinder von AkademikerInnen und Besserverdienenden, deren Eltern mehr Zeit oder Geld in die Bildung ihrer Sprösslinge investieren können. Kinder aus bildungsfernen Familien hingegen werden noch immer strukturell benachteiligt. Die Chancen eines Akademikerkindes, Abitur zu machen, liegen bei 82% – die eines Arbeiterkindes nur bei knapp 30%. Die Aufteilung des dreigliedrigen Schulsystems ist längst überholt. Wir fordern eine weiterführende Schule für alle!

Sind Integralrechnungen und Polynomfunktionen wirklich für alle gleich wichtig? In der Schule soll sich jede_r in die Richtung entfalten können, die ihm/ihr gefällt bzw. ihn/sie interessiert. Deshalb halten wir individuelle Stundenpläne, die sich jede_r SchülerIn einteilen kann, für notwendig. Dadurch kann man sich bereits vor dem Eintritt in die Oberstufe spezialisieren und sich so wesentlich sinnvoller auf das Leben nach der Schule vorbereiten.

PädagogInnen ins Ministerium!

Das Kultusministerium ist mit PolitikerInnen besetzt, die zum größten Teil weder eine Lehramts- noch eine pädagogische Ausbildung haben. Wir wollen deshalb das Kultusministerium mit ehemaligen und aktiven LehrerInnen, ProfessorInnen und anderen Personen mit Fachkenntnis und Erfahrung besetzen.
Wir fordern:
Neugierde und Spaß am Lernen statt Zwang und Leistungsdruck!
die Reformierung des dreigliedrigen Schulsystems
die Individualisierung des Stundenplans
mehr politische Bildung
alternative Bewertungskonzepte statt Notenverurteilungen
Bundeswehr raus aus Schulen und Unis
mehr Eigenverantwortung statt wirkungsloser Hausaufgaben
mehr Mitbestimmung durch eigenständige Schülervertretungen und verfasste Studierendenschaften
Förderung von Inklusionskonzepten
kostenloser Zugang zu allen Bildungseinrichtungen
ein solidarisches Bildungssystem!

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