Aufklären statt einsperren

Willkommen in der Willkür!

Der Konsum von Drogen und Rauschmitteln hat eine tiefe Verwurzlung in der Menschheitsgeschichte. Unabhängig von Ort und Epoche pflegten Menschen seit jeher den Genuss verschiedener Substanzen. Die aktuelle Drogenpolitik hingegen ist höchst willkürlich – die wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzen Jahre werden bloß stur ignoriert. Legale Drogen – wie Alkohol und Tabak – werden verharmlost und zum Teil als landeseigene Kulturgüter gefeiert. Andere, zurzeit illegale Substanzen, werden unabhängig vom tatsächlichen Gefahrenpotential kriminalisiert und KonsumentInnen polizeilich verfolgt.

Der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert!

Nordrhein-Westfalen greift dabei hart durch, vergisst aber den Blick auf das Wesentliche: selbst geringste Mengen an Rauschmitteln werden mit aller Härte gerichtlich verfolgt, Drogenkonsumräume, die Abhängigen in Not helfen könnten, sind kaum vorhanden und Substitutionsprogramme mussten erst vor europäischen Gerichten hart erkämpft werden. Die „Null Toleranz“ – Politik hat jedoch verheerende Folgen: Die Anzahl der Drogentoten ist im Vergleich zum letzten Jahr drastisch gestiegen, Tendenz weiter steigend! Die Zahlen zeigen: Der vom Bund und den Ländern propagierte Krieg gegen die Drogen ist gescheitert und schadet KonsumentInnen, Suchtkranken und der Gesellschaft gleichermaßen.

Pragmatisch, praktisch, gut!

Unser Ziel ist es, mit einer pragmatischen und objektiven, auf wissenschaftlichen Daten basierenden Suchtpolitik sowohl Schaden von der Gesellschaft abzuwenden als auch das Recht jedes Menschen auf freie Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu wahren. Wir wollen Aufklärung fördern, denn: Grundsätzlich ist jeder unabhängig informierte Mensch in der Lage, eine Risikoabwägung zu treffen und zu entscheiden, welche Substanzen er seinem Körper zuführen möchte. Eine willkürliche Unterscheidung in „weiche“ und „harte“ Drogen lehnen wir ab.

Für ein Recht auf Rausch!

Wir sind der Ansicht, dass eine drogenfreie Gesellschaft nicht realisierbar, aber auch nicht wünschenswert ist. Wir fordern ein Recht auf Rausch und eine legale Abgabe aller psychoaktiven Substanzen unter den Gesichtspunkten des Jugendschutzes und der Qualitätsprüfung. Die Prohibitionspolitik führt vielmehr dazu, dass Rauschmittel mit giftigen Stoffen gestreckt werden und die  Todeszahlen in die Höhe schnellen. Der Handel mit Drogen sollte in die Hand des Staates statt in die von Kriminellen geleitet werden. Statt Steuergelder für die vergebliche Jagd auf KonsumentInnen zu verschwenden, wollen wir jene, die Rauschmittel regelmäßig konsumieren, umfassend vor Gesundheitsrisiken schützen. Das Wissen um Wirken und Risiken ist die Grundlage risikoarmen Drogengebrauchs. Daher setzen wir uns dafür ein, dass Drug-Checking-Initiativen sowohl von staatlicher als auch von zivilgesellschaftlicher Seite ermöglicht werden.

Unsere Forderungen:
Umfassende, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Aufklärung über Wirkung und Gefahren psychoaktiver Substanzen sowie voll ausfinanzierte Suchtprävention
Ein Ende des „War on Drugs“ und die staatlich kontrollierte Abgabe von geprüften und zertifizierten Substanzen an volljährige Menschen
Steuereinnahmen durch den Verkauf von Rauschmitteln müssen zu 100% in Aufklärung und Suchthilfe fließen.
Drug-Checking muss anonym und ohne eventuelle strafrechtliche Konsequenz möglich sein. Als Drug-Checking-Standorte müssen von staatlicher wie zivilgesellschaftlicher Seite sowohl feste als auch temporäre Stationen (wie z.B. auf Festivals) eingerichtet werden.
Suchtkranken müssen umfassende medizinische Hilfe, sichere Konsumräume und geeignete Therapien sowie Substitutionsangebote ermöglicht werden.
Die Legalisierung von Cannabisanbau zum Eigenbedarf in genossenschaftlich organisierten Social Clubs
Die Nutzung bisher illegalisierter Substanzen muss für medizinische und therapeutische Zwecke möglich sein.

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Aufklären statt einsperren

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